Tomb Raider – The Angel of Darkness

Amazon.de Price: 49,00 (as of 24/11/2020 12:34 PST- Details)

PS2 Tomb Raider – The Angel of Darkness (Gebraucht)

Beschreibung

Lara Croft ist nach einigen Kino- und Konsolenabenteuern zurück auf dem PC. Mit neuen Ideen wie einem männlichen Nebendarsteller, einer spannenden, auf mehrere Teile ausgelegten Geschichte sowie einer neuen Grafik-Engine möchte Core mit The Angel of Darkness der Serie neues Leben einhauchen — und scheitert dabei an grundlegenden Fehlern.

Lara Croft wird des Mordes an ihrem Mentor Werner von Croy beschuldigt. Unmöglich, werden Sie sagen, doch wurde Lara unmittelbar nach einem Schusswechsel beim Verlassen der Wohnung beobachtet. Noch viel schlimmer: Unsere Heldin kann sich an nichts erinnern und flüchtet so lieber vor der Polizei als unangenehmen Fragen auszuweichen. Sie steuern Lara durch die Gassen von Paris auf der Suche nach Antworten: Wer will ihr diesen Mord anhängen und warum? Oder war es etwa doch Lara Croft, die den Mord begangen hat?

Das neueste Tomb Raider entfernt sich von den vorangegangenen fünf Teilen der Serie. Bislang durchstöberte Hobbyarchäologin Croft vor allem alte Ausgrabungsstätten nach Artefakten, nun muss sie in Städten Beweise für ihre Unschuld suchen. Die smarte Dame, die mit ihrem ersten Auftritt eine weibliche Heldin in Computerspielen salonfähig machte, hüpft, springt und schießt sich nicht mehr ausschließlich durch die Levels, sondern führt Dialoge und löst Rätsel: In der Tat stecken in Angel of Darkness Anzeichen eines waschechten Adventures, das wie in Alone in the Dark aus der 3rd-Person-Perspektive gesteuert wird. Rätsel sind in der Regel logisch und nicht zu schwer, Multiple-Choice-Dialoge bieten Informationen und verzweigen die Handlung.

Ohnehin scheint Charakterentwicklung für Entwickler Core Design ein wichtiges Ziel gewesen zu sein, denn Lara hat anfangs nur beschränkte Kräfte und Fähigkeiten, die sie nach und nach ausbaut. In der Praxis ein Flop: Wenn die Powerfrau erst eine Brechstange benutzen muss, um die Kraft zu haben, sich über einen Abgrund zu hangeln, wirkt das unglaubwürdiger als jeder Hometrainer eines zwielichtigen TV-Anbieters. Ebenfalls halbherzig umgesetzt wurden die Schleichpassagen: Wenn Lara sich an Gegner heranschleicht, werden zwar kurz Erinnerungen an Sam Fisher wach, die ungenaue Steuerung lässt die Heldin aber viel zu tollpatschig agieren, sodass ein häufiges Ableben nicht unüblich ist.

The Angel of Darkness hat ohne Zweifel eine spannende Geschichte, in der erstmals auch ein spielbarer männlicher Charakter namens Curtis Trent eine Rolle spielt. Auch die Grafik-Engine wurde gegenüber den Vorgängern aufpoliert und kann sich durchaus sehen lassen. Die Sprachausgabe, die Musik und die Zwischensequenzen sind ebenfalls hochwertig, wenn auch nicht erstklassig.

Fazit: The Angel of Darkness krankt an einer ungenauen Steuerung, halbfertigen Schleicheinlagen und unsinnigen Charakterentwicklungen, bietet Fans aber eine spannende Geschichte und eine große Portion Abenteuer. Wenn Sie die Vorgänger durchweg begeistert gespielt haben, können Sie sich auch den neuesten Teil zulegen. Ein Top-Titel ist Angel of Darkness aber sicher nicht. –Patrick Streppel

Pro:

  • Spannende Geschichte
  • Verbesserte Grafik
  • Adventure-Elemente

Kontra:

  • Ungenaue Steuerung
  • Unglaubwürdige Charakterentwicklung
  • Halbherzige Schleicheinlagen
  • Verkaufsversion voller Bugs